Archiv der Kategorie Konzert-Termine

Konzert am 02. April 2017 um 17:00 Uhr in der Kultura Öhringen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Programm:

Antonín Dvořák (1841-1904)

Konzert für Violoncello und Orchester h-Moll, op. 104

Allegro – Adagio ma non troppo – Allegro moderato

Georges Bizet (1838 – 1875)

Carmen-Suite No. 1

Prelude – Aragonaise – Intermezzo – Seguedille – Les dragons d’Alcala – Les Toréadors

Peter Tschaikowsky (1840 – 1893)

Schwanensee-Suite op. 20a

Scene – Valse – Danse of the Swans – Hungarian Dance-Czardas – Spanish Dance – Neapolitan Dance Mazurka

Solistin

Lia Vielhaber, Violoncello

Leitung

Uwe Reinhardt

 

Lia Vielhaber wurde 1999 in Stuttgart geboren und nahm bereits als Vierjährige Violoncellounterricht bei Urs Läpple. Von 2008 bis 2016 wurde sie außerdem von Prof. Rudolf Gleißner unterrichtet.

Unter ihren zahlreichen Preisen in nationalen und internationalen Wettbewerben ragen der 1. Preis und der EMCY-Sonderpreis beim Internationalen Petar-Konjović-Wettbewerb in Belgrad (2013) sowie der Sonderpreis der Deutschen Stiftung Musikleben für Höchstpunktzahlen beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ (2013 und 2016) heraus.

Sie ist regelmäßiger Gast internationaler Musikfestivals und konzertierte bereits u.a. mit der Polnischen Kammerphilharmonie und dem Sinfonieorchester des Tschechischen Rundfunks.

Mit den LGT Young Soloists trat sie unter anderem in Singapur und Hongkong auf. Mit diesem Ensemble spielte sie 2015 (als bislang jüngste Solistin für dieses Label) die Moses-Fantasie von Paganini für Sony Classical ein.

Seit Oktober 2016 ist Lia Vielhaber Jungstudentin der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien in der Klasse von Prof. Stefan Kropfitsch. Sie spielt auf einer von Rafaelle und Giuseppe Calace um 1920 angefertigten Kopie eines Violoncellos von Ferdinando Gagliano aus dem Jahre 1711.

„Beschwingt in den Sommer“ – Konzert bei der Landesgartenschau Öhringen

http://www.laga2016.de/

0133 Logo mehrfarbig Hauptform

Veranstaltungsort: Sparkassenbühne (Cappelaue)

15:00 Uhr

 Voraussichtliches Programm:

  • Poem (Langsamer Walzer) von Zdenek Fibich
  • Konzert für Viola und Orchester (G-Dur) von Georg Philipp Telemann (Solistin: Anna Hösl)
  • Konzert für Fagott und Orchester (e-Moll) von Antonio Vivaldi (Solistin: Lisanne Traub)
  • Konzert für Trompete und Orchester (D-Dur) von Guiseppe Torelli (Solist: Rozmurat Arnakuliyev)
  • Konzert für Trompete und Orchester (D-Dur) von Leopold Mozart  (Solist: Rozmurat Arnakuliyev)
  • Divertimento Nr. 3 (F-Dur) von Wolfgang Amadeus Mozart
Leitung: Uwe Reinhardt

Sinfoniekonzert am 08. Oktober 2016, 19:00 Uhr in der Kultura Öhringen

Programm:

Ludwig van Beethoven: Konzert für Klavier und Orchester Nr 4, G-Dur, op. 58

Solist: Sven Bauer (Schwäbisch Hall)

plakat-herbstkonzert-08-okt-2016

Karten im Vorverkauf bei der Hohenloher Zeitung, Bahnhofstraße 11, Öhringen oder bei Mobiz im Bahnhof Öhringen und an der Abendkasse. Erwachsene 15 EUR, ermäßigt 12 EUR (Schüler, Studenten, Auszubildende (ab 15 Jahre), Behinderte ab 50% mit Ausweis)

Nähere Informationen zum Programm

Pianist Sven Bauer aus Tüngental pendelt zwischen Proberaum und Konzertsaal

Jüngst die Royal Albert Hall in London, die Carnegie Hall in New York und demnächst das Akropolis Museum in Athen: Pianist Sven Bauer aus Tüngental ist viel unterwegs.

BETTINA LOBER |

In einer Metallbaufabrik in Hedingen bei Zürich ist er neulich aufgetreten. „Die haben einen Steinway-Flügel mitten in die Produktionshalle gestellt“, erzählt Sven Bauer. Der 27-Jährige gastierte dort innerhalb einer Konzertreihe an ungewöhnlichen Orten: „Ein bisschen ,verrückt’ und eine super Erfahrung“, sagt er.

Im Februar 2015 hat Bauer, der einst an der Haller Musikschule bei Alla Schuljakowski seine ersten Etüden spielte, die Diplom-Prüfung an der Universität in Frankfurt gemacht. Derzeit sattelt er ein zweijähriges Aufbaustudium fürs Konzertexamen drauf. „Das ist vergleichbar mit einem Promotionsstudium“, erklärt er. Durch eine Sonderregelung kann er bei seinem Professor Lev Natochenny studieren, den er bereits seit jungen Jahren kennt. Zu Natochennys Schülern zählen auch so namhafte Pianisten wie Martin Stadtfeld oder Dirk Mommertz.

An der Kalaidos-Universität in Zürich/Schweiz macht Bauer zudem seinen Master, „dort ist man sehr flexibel, kann die Termine individuell gestalten“. So könne er auch an Wettbewerben teilnehmen und Konzerte geben – „ein absoluter Glücksfall“.

E-Mails werden um 1.40 Uhr noch verschickt

Wenn Bauer auf Anfragen per E-Mail antwortet, kommt es schon vor, dass eine tiefnächtliche Absendezeit dabei ist. Immer noch wach um 1.40 Uhr? „Nachts kann ich gut üben, da sind dann auch an der Uni die stark nachgefragten Überäume eher frei“, erklärt er. Danach lassen sich noch ein paar Mails beantworten.

Mittlerweile nimmt Bauers Auftrittsfrequenz zu. Allein im April spielte er alle vier bis fünf Tage ein anderes Konzert: „Eine super Sache.“ Er kommt rum: Im März hat er in der Londoner Royal Albert Hall beim „Grand Prize Virtuoso International“ einen ersten Preis errungen. Wenn der Liederkranz Tüngental aus der Heimat anfragt, ob er daheim in der Festhalle beim 140-Jahr-Jubiläum im April spielen würde und es zeitlich passt, sagt er freilich zu: „Als Dingelder mach i des nadierlich“, meint er in breitem Hohenlohisch und lacht. Der Verein organisierte einen Konzertflügel. Ehrensache, dass Sven Bauer dann nicht nur Haydn-Sonate und Schumann-Arabseke spielte, sondern auch den Chor begleitete: „Man muss offen bleiben“ – und bodenständig halt auch.

Ein paar Tage später reiste er nach New York, um beim Golden-Key-Festival in der Carnegie Hall aufzutreten. Zum ersten Mal in Amerika – allerdings musste am Flughafen in London erstmal eine profane Hürde überwunden werden: Der Fingerabdruck-Scanner hatte Schwierigkeiten mit dem Pianisten-Daumen, der durch das viele Spielen einige Rillen aufweist. Wie er am Flughafen „rausgezogen“ und dann mit einem strengen „Bauer“-Ruf ins Hinterzimmer kommandiert wurde, da habe er sich wie beim Appell gefühlt, erzählt der junge Künstler. Die Prüfung der Unterlagen ergab: alles in Ordnung. Viel Aufregung für einen Kurztrip, denn keine 48 Stunden später war er wieder zurück. Immerhin habe er in einem Hotel zwischen Carnegie Hall und Central Park übernachtet, so dass er doch noch etwas von der Stadt sah. Auch wenn es nur ein kurzer Ausflug nach Übersee war, so seien diese Auftritte wichtig, um Kontakte zu knüpfen, erklärt Sven Bauer.

„An so einem Abend spielt man rund 10.000 Noten“

Er ist viel unterwegs, immer wieder bei Wettbewerben in Italien, wo er im sommerlichen Kalabrien bei 40 Grad ein 90-Minuten-Programm absolvierte. Beim Reisen schaffe er es mittlerweile auch, im Flugzeug sofort einzuschlafen: „Manchmal bekomme ich den Start gar nicht mehr mit.“ Oder er befasst sich unterwegs mit dem Notentext:  „Immerhin spielt man an so einem Abend rund 10.000 Noten.“ Dazu kommt das Selbstmanagement: Flüge und Hotels buchen, Zugverbindungen checken, Homepage pflegen, zuweilen sitze er acht Stunden am PC, und Bauer hat eine Sieben-Tage-Woche. Das klingt anstrengend: „Ja, aber ich würde nichts anderes machen wollen.“ Für ihn sei das auch ein Art Lebenseinstellung, ständig an sich zu arbeiten, sich nicht zu schnell zufriedenzugeben, für jedes Projekt Verantwortung zu tragen. „Klar, das muss einem liegen“, räumt Sven Bauer ein, und: „Ohne Ehrgeiz geht es nicht.“

Wann er das letzte Mal Urlaub hatte? „Nach dem Diplom vier Tage.“ Da gönnte er sich gemeinsam mit seiner Freundin – sie ist ebenfalls Musikerin – eine Auszeit am Bodensee.

Die nächsten Projekte? Am 1. Juli bestreitet er einen Solo-Abend im Akropolis-Museum in Athen mit Werken von Haydn, Schumann und Prokofjew – mit Fernsehübertragung. „Ich bin mal gespannt“, meint Bauer. Anfang September ist er in Leipzig, hat immer wieder kleine Auftritte und Wettbewerbe, und am 8. Oktober tritt mit dem Orchesterverein Öhringen in der Kultura auf. Und wenn es die Zeit und die Route zulässt, schaut er immer wieder gerne daheim bei den Eltern in Tüngental vorbei – der junge Pianist ist eben auch ein bodenständiger Künstler.

Zur Person

Sven Bauer wurde 1989 in Schwäbisch Hall geboren. Aufgewachsen ist er in Tüngental. Im Alter von sieben Jahren erhielt er den ersten Klavierunterricht bei Alla Schuljakowski an der Haller Musikschule. Seit seinem neunten Lebensjahr nimmt Sven Bauer an Wettbewerben teil und wurde vielfach Preisträger. Im Herbst 2005 wurde er Jungstudent an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main, seit März 2009 ist er Student der Meisterklasse bei Lev Natochenny. Seit 2015 befindet er sich im Aufbaustudiengang Konzertexamen.

Konzert am 06. Februar 2016, 19:00 Uhr in der Kultura Öhringen

Plakat Sinfoniekonzert 2016 quer A5

Programm:

Georg Philipp Telemann (1681 – 1767)

Konzert für Viola und Streichorchester, G-Dur

Largo, Allegro, Andante, Presto

Solistin: Anna Hösl

 

Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791)

Sinfonie Nr. 40, g- Moll (KV 550)

Allegro molto, Andante, Menuetto-Allegretto, Allegro assai

 

Johann Sebastian Bach (1685 – 1750)

Konzert für Violine, Streicher und Basso continuo, E-Dur (BWV 1042)

Allegro, Adagio, Allegro assai

Solist: Ian Galli-Heckmann

 

Wolfgang Amadeus Mozart (1756 -1791)

Sinfonia concertante für Violine, Viola und Orchester, Es-Dur (KV 364)

Allegro maestoso, Andante, Presto

Solisten:  Ian Galli-Heckmann (Violine),  Anna Hösl (Viola)

 

Solisten:

Anna Hösl, Viola

Anna Hösl Die in Pegnitz geborene Bratschistin Anna Hösl erhielt ihren ersten Geigenunterricht im Alter von sechs Jahren. In den darauffolgenden Jahren folgten   mehrere Preise bei „Jugend musiziert“. Nach dem Abitur am Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium in Bayreuth studierte sie zuerst Violine IGP an der Kunstuniversität in Graz bei Prof. Anke Schittenhelm, bevor sie zur Viola wechselte. Von 2012 bis 2014 studierte sie bei Fabio Marano an der Hochschule für Musik in Karlsruhe, wo sie erfolgreich ihren Bachelorabschluss absolvierte. 2014 wurde sie in die Konzertfachklasse von Prof. Thomas Selditz an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien aufgenommen. Sie wirkte in zahlreichen Orchesterprojekten mit, unter anderem im Festspielhaus Baden Baden mit dem Nederlands Dans Theater, beim Festival junger Künstler Bayreuth, im Jungen Tonkünstlerorchester, Young Generation Orchester, dem Norddeutschen Symphonieorchester und war stellvertretendeStimmführerin im Webern Symphonie Orchester Wien. Mit dem 2012 gegründeten Streichtrio Arcata gibt sie unter anderem im Rahmen der Yehudi Menuhin Stiftung „Live Music Now“ Konzerte. Konzertreisen und Orchestertourneen führten sie in Länder wie den Libanon, die Ukraine und nach China. Wichtige musikalische Impulse erhielt sie in Meisterkursen bei Prof. Anke Schittenhelm, Fabio Marano und Prof. Hariolf Schlichtig.

Ian Galli-Heckmann, Violine

Ian Galli-HeckmannIan Galli-Heckmann erhielt seinen ersten Violinunterricht nach der Suzukimethode in seiner Heimatstadt Paris. Im Alter von 6 Jahren wurde er von dem russischen Solisten Joseph Rissin entdeckt und zu seinem Pariser Kollegen Nejmi Succari empfohlen. Unter seiner Leitung belegte er schon sehr früh Erfolge in nationalen und internationalen Wettbewerben. Nach seinem Abitur, das er an der Purcell School of Music London absolvierte, studierte er als Foundation Scholar am Royal College of Music in London unter Yossi Zivoni und Ani Schnach, später an der Hochschule für Musik Karlsruhe bei L. Breuninger. Derzeit schliesst er sein Masterstudium an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig unter Kathrin ten Hagen ab. Über die Jahre war er als Orchestermusiker sowie Solist vielseitig aktiv mit Auftritten in Frankreich, Deutschland, England, Schweiz, Polen, Italien, Lichtenstein.

 

 

Leitung: Uwe Reinhardt

Eintrittskarten im Vorverkauf bei der Hohenloher Zeitung in Öhringen und im Mobiz im Bahnhof Öhringen

und an der Abendkasse

• Erwachsene   15,00 €
• Schüler, Studenten, Auszubildende (ab 15 Jahre)     12,00 €
• Behinderte ab 50% mit Ausweis   12,00 €

Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium BWV 248 (Teile 1-3 und 6) mit der Stiftskantorei Öhringen, 06. Dezember 2015, 19 Uhr Stiftskirche Öhringen

Vokalsolisten:

  • Sophie Bareis (Karlsruhe) Sopran
  • Maria Pizzuto (Heilbronn) Alt
  • Julius Pfeifer (Stuttgart) Tenor
  • Markus Lemke (Heidelberg) Bariton

Stiftskantorei Öhringen

Orchesterverein Öhringen

Leitung: KMD Jürgen Breidenbach

Kartenvorverkauf bei musicstore in der Firma ZEITGEIST Steinsfeldle 2 in Öhringen ab 21. November, 9 Uhr

Eintritt: 20,– / 16,– / 10,– Euro (ermäßigt 15,– / 11,– / 5,– Euro für Schüler, Studenten und Menschen mit Behinderung)

Sinfoniekonzert am 25. April 2015 19:00 Uhr in der Kultura Öhringen

 

Plakat Frühling 2015 quer A4

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Pietro Mascagni: Intermezzo Sinfonico aus Cavalleria Rusticana

 

Clara Schumann: Konzert für Klavier und Orchester a-Moll op. 7

Allegro maestoso

Romanze – Adagio

Finale – Allegro non troppo

 

Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 6 F-Dur op. 68 „Pastorale“

„Erwachen heiterer Empfindungen bei der Ankunft auf dem Lande.“ (Allegro ma non troppo)

„Szene am Bach.“ (Andante molto moto)

„Lustiges Zusammensein der Landleute.“ (Allegro)

„Gewitter. Sturm.“ (Allegro)

„Hirtengesang. Frohe und dankbare Gefühle nach dem Sturm.“ (Allegretto)

 

 

Solistin: Lisa Wellisch (Bayreuth) http://www.lisawellisch.de/

FotoWellisch

 
Die Bayreuther Pianistin Lisa Wellisch debütierte nach dem Abitur als Solistin mit Mozarts „Jeunehomme-Konzert“ zum Auftakt des deutschen Mozart-Fests 2008. Seither gab sie zahlreiche Solo-/Lied-und Kammermusik-Abende in weiten Teilen Deutschlands (u.a. Stadthalle Bayreuth, Orangerie Darmstadt, Villa Musica Mainz), in Österreich, Italien, dem Oman und der Schweiz.
Neben dem Besuch des musischen Gymnasiums studierte Lisa Wellisch zunächst Klavier als Jungstudentin in der Klasse von Prof. Michael Wessel an der Bayreuther Hochschule f. ev. Kirchenmusik. Von 2006 – 2013 studierte sie an der Musikhochschule Stuttgart Schulmusik und Klavier als künstlerisches Hauptfach (Klasse Prof. Hans-Peter Stenzl) mit Schwerpunkt Lied/Kammermusik. 2013-2015 absolvierte sie ihr Masterstudium Klavier solo bei Prof. Gilead Mishory an der Musikhochschule Freiburg (Unterricht in Liedgestaltung erhielt sie parallel bei Prof. Matthias Alteheld). Im Frühjahr 2015 wurde sie mit der Sopranistin Maja Lange in die Liedklasse von Hartmut Höll und Mitsuko Shirai an der Musikhochschule Karlsruhe aufgenommen.
Lisa Wellisch nahm an Klavier-Meisterkursen u.a. bei Boris Bloch, Hans-Peter und Volker Stenzl, Alfredo Perl, Konrad Elser, Daniel Herscovitch und Andrzej Jasinski teil. Liedmeisterkurse besuchte sie u.a. bei Irwin Gage, Ruth Ziesak, Rudolf Piernay und Kai Wessel.
Sie ist Stipendiatin der Yehudi Menuhin Stiftung „Live Music Now“ und dem Richard-Wagner-Verband (2012). Anlässlich des Liszt-Jahres 2011 und des Wagner-Jahres 2013 spielte sie mehrere Konzerte mit eigenen Einführungsvorträgen bei Steingraeber & Söhne Bayreuth auf dem dortigen „Liszt-Flügel“. Zu ihren Lied-Partnern gehören u.a. die ukrainische Sopranistin Olena Tokar (1. ARD-Preisträgerin 2012), die Sopranistin Maja Lange und die Sopranistin Jihyun Cecilia Lee.

 

Leitung: Uwe Reinhardt

 

Eintrittskarten im Vorverkauf bei der Hohenloher Zeitung in Öhringen und im Mobiz im Bahnhof Öhringen

und an der Abendkasse

• Erwachsene   15,00 €
• Schüler, Studenten, Auszubildende (ab 15 Jahre)     12,00 €
• Behinderte ab 50% mit Ausweis   12,00 €

 

Sinfoniekonzert am 18. Oktober 2014 19:00 Uhr in der Kultura Öhringen

Programm:

Edward Elgar (1857-1934)

Pomp and Circumstance (Military Marches) Nr. 1 (Op. 39)

 

Georges Bizet (1838 -1875)

Sinfonie No. 1 C-Dur

1. Allegro vivo  2. Adagio  3. Allegro vivo  4. Allegro vivace 

 

Sergei Rachmaninoff (1873 -1943)

Klavierkonzert Nr. 2 (Op. 18) c-moll

1. Moderato  2. Adagio sostenuto  3. Allegro scherzando

 

Solist: Sven Bauer (Schwäbisch Hall)

Leitung: Uwe Reinhardt

 

Eintrittskarten im Vorverkauf bei Hohenloher Zeitung (Tel. 07941-91610), bei Mobiz im Bahnhof (07941-33133) und an der Abendkasse.
Erwachsene 15€, ermäßigt 12€, Kinder bis 14 Jahre frei.

 Zum Solisten:

Sven Bauer (3) Sept. 2014

Sven Bauer

„Bei der ungarischen Rhapsodie Nr. 12 in cis-Moll von Franz Liszt verschmolzen Musiker und Musik, der Pianist spielte nicht auf dem Flügel, sondern mit ihm – ausdrucksstark, lebendig, meisterhaft.“ Südwest Presse

„[…] seine Souveränität, seine Virtuosität und seine Musikalität […] absolut außergewöhnlich.“
Haller Tagblatt

Der Pianist Sven Bauer, der gegenwärtig in der renommierten Klavierklasse von Prof. Lev Natochenny an der Musikhochschule Frankfurt studiert, wurde 1989 in Schwäbisch Hall geboren und erhielt dort als Siebenjähriger seinen ersten Klavierunterricht. Seit seinem neunten Lebensjahr nimmt Sven Bauer an Wettbewerben teil und wurde vielfach Preisträger u. a. bei „Jugend Musiziert“ auf Bundesebene. Des Weiteren erhielt er ein Stipendium der Internationalen Klavierakademie Murrhardt, gewann den Grand Prix des International Competition Festival „Music without limits“ in Druskininkai, Litauen und den ersten Preis des Concours International de Piano in Montrond les Bains, Frankreich. Zu seinen jüngsten Erfolgen zählen u. a. erste Preise des Internationalen Klassikpreises der Stadt Sulzbach/Saar (Dr. Richard Bellon Wettbewerb), des Alexandre Scriabine Concours International de Piano in Paris und des Concorso Pianistico Internazionale „Città di San Donà di Piave“.

Auch als Kammermusiker ist Sven Bauer aktiv: 2010 gewann er den Kammermusikwettbewerb der Polytechnischen Gesellschaft e.V. sowie den Bad Homburger Förderpreis für Kammermusik. Im darauf folgenden Jahr debütierte er im Rahmen der Sendung „Hörprobe“ auf Deutschlandradio Kultur. Als Kammermusikpartner spielt Sven Bauer u. a. mit Jouko Harjanne, Allen Vizzutti, Enrique Crespo, Fabrice Millischer und Joseph Alessi.

Wichtige musikalische Impulse erhält der junge Pianist durch Meisterkurse und Begegnungen mit Künstlerpersönlichkeiten wie Lev Natochenny, Igor Lazko, Andrzej Jasinski, Oxana Yablonskaya, Karl-Heinz Kämmerling und Jacques Rouvier.

Im Herbst 2005 wurde Sven Bauer Jungstudent an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main, seit März 2009 ist er Student bei Prof. Lev Natochenny.

Zum Programm:

Edward Elgar gilt neben Henry Purcell und Benjamin Britten als einer der bedeutendsten britischen Komponisten. Sein Vater war Musikalienhändler und Organist in Worcester, so dass der 1857 geborene Elgar früh mit Musik in Kontakt kam. Erste Kompositionen entstanden bereits im Alter von 12 Jahren. Doch der Durchbruch gelingt ihm erst dreißig Jahre später mit den Enigma-Variationen (1899) und dem Oratorium Dream of Gerontius (1900). Schlagartig avanciert er zum bekanntesten britischen Komponisten seiner Zeit. 1904 wurde er geadelt. England feiert ihn noch heute als den großen Erneuerer des lange verschütteten Musikschaffens, dass durch ihn eine typische „nationale“ Klangfarbe erhielt.
Die Märsche Pomp and Circumstance entstanden zwischen 1901 und 1930. Sie verdanken ihre Popularität vor allem dem ersten Marsch in D-Dur, den sich Edward VII. für seine Krönungsfeierlichkeiten wünschte. Unterlegt mit den Worten Land of Hope and Glory wurde er fast so beliebt wie die offizielle Nationalhymne God Save the Queen und zur Regionalhymne Englands. Der Titel der Marschfolge stammt aus dem dritten Akt von Shakespeares Othello und steht für Pomp und Rüstung eines glorreichen Krieges:
Farewell the neighing steed, and the shrill trump,
The spirit-stirring drum, the ear-piercing fife,
The royal banner, and all quality,
Pride, pomp, and circumstance of glorious war!

Das Gesamtwerk Georges Bizets wird von Opern und Operetten dominiert. Sein ganzes künstlerisches Leben lang war er mit Bühnenprojekten beschäftigt. Die meisten von ihnen wurden jedoch entweder nicht vollendet oder waren nur mäßig erfolgreich. So kann man seine verschiedenen musikdramatischen Anläufe letztlich als Teile eines langen Prozesses der Vervollkommnung sehen, der schließlich in der Oper Carmen mündet, dem Meisterwerk par excellence. Aber auch diese fiel bei ihrer Uraufführung in Paris zunächst durch, erschien den Musikern und Sängern viel zu schwer und dem Publikum zu verworren. Erst mit der Aufführung in Wien 1875 trat sie ihren Siegeszug über die Bühnen der Welt an.
Bizet galt als Wunderkind. Er kam bereits mit neun Jahren mit einer Sondererlaubnis in die Klavierklasse des Pariser Konservatoriums und genoss von da an das Wohlwollen der eng verflochtenen Pariser Musikaristokratie. Einer seiner Lehrer war Gounod, mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verband. Vor allem in seiner Studienzeit schrieb Bizet eine Reihe von Instrumentalwerken. Die meisten von ihnen blieben allerdings unveröffentlicht, so auch die heute erklingende Symphonie in C-Dur. Bizet komponierte sie im Alter von siebzehn Jahren. Entdeckt wurde das Stück ein halbes Jahrhundert nach dem Tod seines Schöpfers durch den schottischen Musikwissenschaftler D. C. Parker. Seitdem hat die Sinfonie aufgrund ihrer vollendeten Struktur, ihres Charmes und der Frische der Inspiration erhebliche Bedeutung erlangt. Denn nicht nur Musiker sondern auch Tänzer fühlen sich von der klaren Rhythmik, der übersichtlichen Gliederung und dem leichten Tonfall dieses jugendlichen Geniestreiches angezogen, so dass mittlerweile mehrere bedeutende Choreographien zu dieser Musik entstanden.
Das optimistische Werk ist auf den traditionellen vier Sinfoniesätzen aufgebaut. Der erste Satz Allegro vivo wirkt lebhaft und jugendlich. Der zweite, ein träumerisches und melodisches Adagio, verrät mit seinen opernhaften Elementen bereits den zukünftigen Bizet. Dem folgt ein glänzendes Scherzo und mit einem lebensvollen und sprühenden Finale endet die Sinfonie.

Sergei Rachmaninoff gilt als einer der interessantesten Künstler der russischen Musikgeschichte. Geboren 1873 bei Nowgorod in wohlhabendem Hause, studierte er, inzwischen verarmt, in Petersburg und Moskau, begann darauf noch in Russland eine Weltkarriere und ging nach den Wirren der Oktoberrevolution ins Exil, lebte u.a. in Dresden, der Schweiz, in New York und Beverly Hills. Rachmaninoff war dem Klavier früh ergeben. Rühmte man an seinem Kommilitonen Skrjabin vor allem dessen durchgeistigten, sensiblen Anschlag, so bewunderte man an Rachmaninoff den kantablen Ton. Unter seinen Fingern begann der Flügel, so seine Zeitgenossen, zu singen. Als langjähriger Korrepetitor, Konzertbegleiter und gefeierter Dirigent hatte sich der Komponist sein musikalisches Handwerk und die Kunst der Kantilene sozusagen von der Pike auf erarbeiten können, das „Mitatmen“ mit dem Sänger erlernt und dann in der Aussetzung seiner weitgeschwungenen Melodiebögen mitreißend nachvollzogen. Die Oper stimulierte seinen Instinkt für dramatische Konflikte und Auseinandersetzungen sowie für epische Schilderungen und Weiträumigkeit. Hinzu kommt eine hohe intellektuelle Kultur des Künstlers. Sie macht den Klaviersatz zu einem Kunstwerk polyphoner Linien, die plötzlich auftauchen und ebenso plötzlich wieder verschwinden und lässt ihn mit phänomenalen Akkordballungen präzise die nötigen Kontraste einsetzen und ihre Wirkung entfalten.
Rachmaninoff widmete das zweite Klavierkonzert seinem Arzt und Psychiater Dr. Nikolai Dahl, der ihm mit wochenlangen Hypnosesitzungen aus einer tiefen Schaffenskrise geholfen hatte: „Du wirst dein Konzert schreiben … Du wirst mit großer Leichtigkeit arbeiten … Das Konzert wird von exzellenter Qualität sein …“ Diese in Trance beständig wiederholten Affirmationen des Doktors gingen in Erfüllung. Das zweite Klavierkonzert ist wohl das bekannteste der sinfonischen Werke Rachmaninows und hat seit seiner Uraufführung am 27. Oktober 1901 einen Siegeszug ohne gleichen durch die Konzertsäle der Welt angetreten. Unzählige Aufnahmen wurden produziert, seine melodische Eleganz und spätromantische Melancholie verschafften ihm Eingang in diverse Hollywoodfilme. Das Werk beginnt originell: mit gewaltig anschwellenden Glockenakkorden des Klaviers. In dieses erzene Rauschen strömt eine riesige, traurig-gesangvolle Melodie. Die von Tolstoi beschrieben Glocken in der Luft des alten Russlands und die unermesslich großzügigen Weiten sibirischer Landschaften – hier sind sie eingefangen. Im Charakter seiner berühmten Klavier-Elegien entwickelt sich der zweite Satz. „Wie gut er die Stille hört“ war der Kommentar Gorkis zum lyrischen Beginn, aus dem sich zwei mitreißende Höhepunkte jubelnden Gesanges ergeben, der zuletzt leise, wie in weiter Ferne verebbt. Im Finale schließlich steigert sich die reine Lyrik dann zu donnernd pointierter, mondäner Brillanz. Selbst Joachim Kaiser muss bekennen: „Begegnet man diesem Konzert als junger Mensch, verliebt oder in David Leans wunderschönen Film Brief Encounter, ist man ihm lebenslänglich verfallen.“

Sinfoniekonzert am 01. März 2014

Programm:

  • Ouvertüre zur Oper „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck (1854-1921)
  • Trompetenkonzert  E-Dur (Concerto a Tromba principale 1803) von Johann Nepomuk Hummel (1778-1837)   Solist: Rozmurat Arnakuliyev

  • Sinfonie Nr. 5  c-Moll op.67 von Ludwig van Beethoven (1770-1827)

Leitung: Uwe Reinhardt

Kultura Öhringen

Beginn: 19:00 Uhr

Eintrittskarten im Vorverkauf bei der Hohenloher Zeitung, Bahnhofstraße 11 (Tel. 07941 91610),  beim Mobiz im Bahnhof (Tel. 07941-33133), beim MUSIC-STORE  im „Zeitgeist“, Steinsfeldle 2 (Tel. 07941-64980-0) und an der Abendkasse

Erwachsene 15 €, ermäßigt 12 €

 

 

Rozmurat Arnakuliyev

Rozmurat Arnakuliyev

Rozmurat Arnakuliyev absolvierte sein Studium im Fach Trompete am Tschaikowsky-Konservatorium Kiew „mit Auszeichnung“. Weiterführende Studien führten ihn an das Conservatoire National Superieur de Musique in Lyon. Abschluss mit dem „Grand Prix“.

Seine berufliche Laufbahn begann Rozmurat Arnakuliyev als Solotrompeter im Nationalen Symphonieorchester der Ukraine, sowie als Leiter und Solotrompeter des Blechbläserquintetts „Ukrainian Brass“. Konzertreisen mit verschiedenen Symphonieorchestern führten ihn nach Japan, in die USA und nach Europa.

Von 2000 bis 2008 war er Solotrompeter im Palladium Theater Stuttgart, beim „Ensemble Brass Akademie Stuttgart“ und beim „Sakrales Brass Ensemble“.

Neben seiner solistischen Tätigkeit in Deutschland und im Ausland unterrichtet er an den Musikschulen Heilbronn, Weinsberg und Neuenstadt.



Festkonzert zum 200. Geburtstag von Richard Wagner am 13. Juli 2013 (17:00 Uhr) in der Kultura Öhringen mit der Stiftskantorei Öhringen

Wollen Sie Näheres wissen? Bitte anklicken

Plakat Festkonzert am 13. Juli 2013

Sinfoniekonzert am 20. Oktober 2012, 19:00 Uhr in der Kultura Öhringen

Programm:

Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791)

Ouvertüre zu Idomeneo KV 366

 

Franz Schubert (1797 – 1828)

Sinfonie h-moll D759 (Unvollendete)

1. Allegro moderato  2. Andante con moto

 

Ludwig van Beethoven (1770 – 1827)

Konzert für Klavier und Orchester Nr. 5 Es-Dur op. 73

Allegro – Adagio un poco mosso – Rondo: Allegro ma non troppo

 

Solist: Sven Bauer

Leitung: Uwe Reinhardt

Eintrittskarten im Vorverkauf bei Hohenlohesche Buchhandlung Rau (MUSIC-STORE, Tel. 07941-92770) und an der Abendkasse.
Erwachsene 12€, ermäßigt 6€, Kinder bis 14 Jahre frei.

Mit freundlicher Unterstützung von

 

Sven Bauer


Sven Bauer wurde 1989 in Schwäbisch Hall geboren und erhielt dort als Siebenjähriger seinen ersten Klavierunterricht an der Musikschule bei Alla Schuljakowski.

Seit seinem neunten Lebensjahr nimmt Sven Bauer sehr erfolgreich an Wettbewerben teil und wurde vielfach Preisträger u. a. bei „Jugend Musiziert“ auf Bundesebene. Des Weiteren erhielt er ein Stipendium sowie den Publikumspreis der Internationalen Klavierakademie Murrhardt. 2009 gewann er den Grand Prix des International competition – festival „Music without limits“ in Druskininkai, Litauen.

Auch auf dem Gebiet der Kammermusik ist Sven Bauer aktiv: 2010 folgte der Gewinn des Kammermusikwettbewerbs der Polytechnischen Gesellschaft e.V. sowie des Bad Homburger Förderpreises für Kammermusik. Im Mai vergangenen Jahres debütierte Sven Bauer im Rahmen der Sendung „Hörprobe“ auf Deutschlandradio Kultur.

Das Debüt als Solist mit Orchester gab Sven Bauer mit zwölf Jahren, das erste Recital folgte 2004. Besondere Aufmerksamkeit erregte er mit Chopins Klavierkonzert Nr. 1 im selben Jahr: „Seine Konzentrationsfähigkeit, seine Souveränität, seine Virtuosität und seine Musikalität sind für einen 15-jährigen absolut außergewöhnlich.“ Haller Tagblatt, 08.12.2004, Monika Everling.

Sven Bauer besuchte während seiner Schulausbildung am Gymnasium bei St. Michael zahlreiche Meisterkurse und konnte durch Begegnungen mit renommierten Professoren und Pianisten wie Lev Natochenny, Igor Lazko, Andrzej Jasinski, Oxana Yablonskaya, Karl-Heinz Kämmerling und Jacques Rouvier, die ihm allesamt eine hohe musikalische Begabung bescheinigten, die eigene künstlerische Arbeit entwickeln und sein Interesse an der Musik formulieren.

Im Herbst 2005 wurde Sven Bauer Jungstudent an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt/Main und erhielt Unterricht bei Guoda Gedvilaite und Prof. Lev Natochenny. Seit März 2009 ist er Student der Meisterklasse von Prof. Lev Natochenny.

Zum Programm:

Im Sommer 1780 erhielt der vierundzwanzigjährige Mozart den Auftrag, für den Münchner Karneval 1781 eine große Oper zu verfassen.  Zu dieser Zeit befand er sich wohl in einer der glücklichsten und erfolgreichsten Perioden seines kurzen Lebens überhaupt. Und auch die aufführungstechnischen Voraussetzungen in München waren denkbar gut, da der Ende 1778 von Mannheim nach München übergesiedelte Kurfürst Karl Theodor von der Pfalz seine schon damals weltberühmte Theatertruppe, Sänger und Orchester praktisch komplett in die Bayerische Metropole mitgenommen hatte.– Wenn, wie heute Abend, von dem Gesamtwerk nur die Ouvertüre erklingt, wird der Blick auf die grandiose Musik des Idomeneo nicht durch die sperrige Hülle der Opera-seria-Konventionen und den grauenvollen Konflikt der Handlung verstellt:   Für den Fall seiner Rettung aus Seenot verspricht Idomeneo dem Gott Poseidon den ersten Menschen zu opfern, den er am Strand trifft. Doch jener Mensch, den Idomeneo nach seiner Rettung zuerst erblickt, ist ausgerechnet Idamante, sein Sohn. – Wird der Vater seinen Sohn tatsächlich für Poseidon töten? Oder findet sich einen Ausweg…?

Mozart stellt diese bange Frage am Ende der Ouvertüre in musikalisch genialer Form und lässt die Antwort offen.

Der erste Satz der Sinfonie in h-moll von Franz Schubert scheint am tragischen Ausgang des Konfliktes keinen Zweifel zu lassen. Eines Konfliktes, der freilich von Schubert allgemeingültig und viel umfassender gestaltet wird, der gleichsam die Summe aller schmerzhaften Erfahrungen in sich schließt. Schubert war ein viel zu großer Künstler, um das Persönliche nicht als Teil und als Spiegel des Allgemeinen zu begreifen. Je älter und erfahrener er wurde, umso mehr sah er sich konfrontiert mit der Unversöhnlichkeit und Unlösbarkeit des Widerspruchs zwischen Kunst und Leben, zwischen Wahrheit und bürgerlicher Wirklichkeit. Auf dem Gebiet der Kammermusik und vor allem in seinem Liedschaffen hatte sich diese Entwicklung weg von einem Komponisten heiterer Frühklassik, der die Musik v.a. um einen unverwechselbaren Wienerischen Zug und Rossinische Raffinessen poetisch verfeinerte, längst angebahnt; mit der Unvollendeten vollzieht Schubert  diesen Schritt nun auch in seinem orchestralen Werk.

Ich bin ein Künstler. Ich! Ich bin Schubert, Franz Schubert, den alle Welt kennt und nennt! Der Großes gemacht hat und Schönes, das ihr gar nicht begreift!

Wer so zu den Mitgliedern der Hofoper spricht, der konnte, wenn er es nur gewollt hätte, zu den beiden Sätzen dieser Sinfonie auch einen dritten und einen vierten hinzukomponieren. Dass er es nicht tat, bestärkt uns in unserem Empfinden, dass in diesen zwei Sätzen Musik in vollendetster Form vorliegt, die einer Ergänzung nicht bedarf. Nicht von ungefähr handelt es sich bei der Unvollendeten um die meistgespielte Sinfonie überhaupt.

Vieles spricht dafür, dass Arnold Schering recht hat mit der These, dass die Programmatik dieser Sinfonie in der gleichen tragischen Lebenserfahrung wurzelt, die Franz Schubert in einem Prosastück, seiner Traumerzählung, mit eigenen Worten ausgesprochen hat: Wollt ich Liebe singen, ward sie mir zum Schmerz. Und wollte ich Schmerz singen, ward er mir zur Liebe. So zerteilte mich die Liebe und der Schmerz.

Bereits mit dem Hauptthema des ersten Satzes, einem Sinnbild des Grabes und der Todessehnsucht, unisonso von den tiefen Streichern vorgetragen, wird dieser Leitgedanke in seiner ganzen Tragik laut. Über einer ruhelos getriebenen Streicherfigur und dunkel pochenden Bässen erhebt sich danach ein schmerzlicher Klagegesang der Oboen und Klarinetten, der sich zu immer heftigeren Akzenten steigert, bis ihm mit einem Schlag ein Ende gesetzt wird. Ein Hornruf, eine sanfte Modulation, und der Schmerz verwandelt sich in Liebe. Die jetzt folgende Ländlermelodie ist eine der wunderbarsten musikalischen Tonschöpfungen überhaupt. Alles Herzliche, Warme, Unverbildete, Volkshafte, alles, was Schubert bedrängt und tödlich bedroht schien, hat er in sie hineingelegt. Und in der Tat: Dieser Gefahr verleiht er alsbald eine vernichtende Gestalt in brutalen Fortissimoschlägen des  Orchesters, die die gesamte Liedepisode zu zerreißen drohen. Aber die hoffnungsfrohe Melodie kann sich durchsetzen; musikalisch-motivische Kompositionstechnik in allerhöchster Vollendung.  Doch dann, nach der Wiederholung der Exposition, zu Beginn der Durchführung, versinken die Bässe in bodenlose Tiefe, das Grab öffnet seinen Rachen, dem dreimal ausgestoßenen Aufschrei des Entsetzens folgen die beklommenen Herzschläge der in Synkopen erstarrenden Holzbläser. Abermals erscheint das Todessehnsuchtsmotiv des Anfangs, jetzt aber verwandelt in die ehernen Schritte eines heroischen Kampfthemas und es folgt eine musikalische Schlacht auf Leben und Tod, eine Zusammenballung aller Energien zur letzten kämpferischen Auflehnung. Über den tragischen Ausgang bleibt kein Zweifel, der Schmerz scheint den Sieg über die Liebe davonzutragen.

Der zweite Satz Andante con moto ist diesen Kämpfen entrückt. Tiefer Märchenfriede umfängt uns. Behutsam steigen Bassschritte auf und nieder, leise gezupft und dann wieder weich gestrichen, unermüdlich die stille Bewegung in Gang haltend. Darüber erklingt eine friedvolle, sanfte Kantilene. Halb Ländler, halb Wallfahrtsgesang, der sich allmählich durchsetzt und hinführt zu einem Posaunenchoral. Doch der sanfte Himmelsfrieden bleibt nicht ungestört, in einer großartigen Klageszene werden die Holzbläser durch einen Irrgarten von Modulationen geschickt, traumverlorene Frage-Antwort-Spiele, kanonische Zwiegesänge, Verwandlungen von Liebe und Schmerz auf engstem Raum, erst die Coda bringt endgültige Besänftigung.

So ist auch der zweite Satz nicht frei von dem tragischen Konflikt, der dem ersten seine Größe verleiht. Nur wird er hier in einer entrückteren Sphäre ausgetragen. Dort der gescheiterte Versuch, die Kräfte des Lebens, die Liebe vor der Zerstörung, vor den Kräften des Todes zu schützen. Hier das Bemühen, den inneren Frieden vor dem Einbruch des Schmerzes und der Verzweiflung zu bewahren.

 

Im 5. Klavierkonzert von Ludwig van Beethoven kommt die befreiende Lösung wie ein Deus ex Machina. In strahlendem Es-Dur komponiert  ist es zweifellos Beethovens gewaltigstes Instrumentalkonzert, an Ausdehnung und Ausdrucksweite alles Frühere auf diesem Gebiet übertreffend, Vorbild für das große Virtuosen- und Ideenkonzert Lisztscher und Brahmsscher Prägung. Neuartig ist der Beginn mit einer großen Klavierimprovisation,  die der üblichen orchestralen Exposition vorangestellt ist. Die fast 600 Takte dieses Allegros – erst im Takt 111 setzt das Klavier mit dem Haupthema ein – durchlaufen manche Differenzierungen, feinste Dur- und Molltönungen, um doch immer wieder zum großen heroischen Bogen des Anfangs zurückzufinden. Nach der Kadenz schwelgen Solist und Orchester noch lange im heroischen Es-Dur. Ihm wird im Adagio un poco moto ein stiller H-Dur-Gesang entgegengestellt, der an Innigkeit des Streicherklangs und ätherischer Leichtigkeit der Klavierfiorituren in ihrem zarten Ineinander keinen Vergleich kennt. Mit einem leisen Vorklang des Rondothemas trennt sich der Komponist von diesem schönen Intermezzo, um sich im Finalallegro von der brillantesten Seite zu zeigen, voll rhythmischer Eleganz, spritziger Dreiklangsthematik, mächtiger motivischer Steigerungen und freundlich-humorigen Spiels. Überraschende Tonartrückungen fehlen nicht, typisch rondomäßige Gebilde schalten sich ein, ein geheimnisvoller Paukenorgelpunkt begleitet das Verdämmern des Soloinstruments kurz vor dem tosenden Abschluß. Ein Werk wahrhaft olympischer Laune, nicht zufällig Beethovens Schlußstück des gesamten Konzertwerkes.