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Konzert am 06. Februar 2016, 19:00 Uhr in der Kultura Öhringen

Plakat Sinfoniekonzert 2016 quer A5

Programm:

Georg Philipp Telemann (1681 – 1767)

Konzert für Viola und Streichorchester, G-Dur

Largo, Allegro, Andante, Presto

Solistin: Anna Hösl

 

Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791)

Sinfonie Nr. 40, g- Moll (KV 550)

Allegro molto, Andante, Menuetto-Allegretto, Allegro assai

 

Johann Sebastian Bach (1685 – 1750)

Konzert für Violine, Streicher und Basso continuo, E-Dur (BWV 1042)

Allegro, Adagio, Allegro assai

Solist: Ian Galli-Heckmann

 

Wolfgang Amadeus Mozart (1756 -1791)

Sinfonia concertante für Violine, Viola und Orchester, Es-Dur (KV 364)

Allegro maestoso, Andante, Presto

Solisten:  Ian Galli-Heckmann (Violine),  Anna Hösl (Viola)

 

Solisten:

Anna Hösl, Viola

Anna Hösl Die in Pegnitz geborene Bratschistin Anna Hösl erhielt ihren ersten Geigenunterricht im Alter von sechs Jahren. In den darauffolgenden Jahren folgten   mehrere Preise bei „Jugend musiziert“. Nach dem Abitur am Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium in Bayreuth studierte sie zuerst Violine IGP an der Kunstuniversität in Graz bei Prof. Anke Schittenhelm, bevor sie zur Viola wechselte. Von 2012 bis 2014 studierte sie bei Fabio Marano an der Hochschule für Musik in Karlsruhe, wo sie erfolgreich ihren Bachelorabschluss absolvierte. 2014 wurde sie in die Konzertfachklasse von Prof. Thomas Selditz an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien aufgenommen. Sie wirkte in zahlreichen Orchesterprojekten mit, unter anderem im Festspielhaus Baden Baden mit dem Nederlands Dans Theater, beim Festival junger Künstler Bayreuth, im Jungen Tonkünstlerorchester, Young Generation Orchester, dem Norddeutschen Symphonieorchester und war stellvertretendeStimmführerin im Webern Symphonie Orchester Wien. Mit dem 2012 gegründeten Streichtrio Arcata gibt sie unter anderem im Rahmen der Yehudi Menuhin Stiftung „Live Music Now“ Konzerte. Konzertreisen und Orchestertourneen führten sie in Länder wie den Libanon, die Ukraine und nach China. Wichtige musikalische Impulse erhielt sie in Meisterkursen bei Prof. Anke Schittenhelm, Fabio Marano und Prof. Hariolf Schlichtig.

Ian Galli-Heckmann, Violine

Ian Galli-HeckmannIan Galli-Heckmann erhielt seinen ersten Violinunterricht nach der Suzukimethode in seiner Heimatstadt Paris. Im Alter von 6 Jahren wurde er von dem russischen Solisten Joseph Rissin entdeckt und zu seinem Pariser Kollegen Nejmi Succari empfohlen. Unter seiner Leitung belegte er schon sehr früh Erfolge in nationalen und internationalen Wettbewerben. Nach seinem Abitur, das er an der Purcell School of Music London absolvierte, studierte er als Foundation Scholar am Royal College of Music in London unter Yossi Zivoni und Ani Schnach, später an der Hochschule für Musik Karlsruhe bei L. Breuninger. Derzeit schliesst er sein Masterstudium an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig unter Kathrin ten Hagen ab. Über die Jahre war er als Orchestermusiker sowie Solist vielseitig aktiv mit Auftritten in Frankreich, Deutschland, England, Schweiz, Polen, Italien, Lichtenstein.

 

 

Leitung: Uwe Reinhardt

Eintrittskarten im Vorverkauf bei der Hohenloher Zeitung in Öhringen und im Mobiz im Bahnhof Öhringen

und an der Abendkasse

• Erwachsene   15,00 €
• Schüler, Studenten, Auszubildende (ab 15 Jahre)     12,00 €
• Behinderte ab 50% mit Ausweis   12,00 €

Programm des Sinfoniekonzerts am 25. April 2015

SINFONIEKONZERT
ORCHESTERVEREIN ÖHRINGEN
Samstag, 25. April 2015, 19 Uhr
Kultura Öhringen

Programm

Pietro Mascagni (1863 – 1945)
Cavalleria rusticana – Intermezzo Sinfonico

Clara Schumann (1819 – 1896)
Konzert für Klavier und Orchester a-moll op. 7
Allegro maestoso – Romanze – Allegro non troppo

Pause

Ludwig van Beethoven (1770 – 1827)
Sinfonie Nr. 6 F-Dur op.68 (Pastorale)
Allegro ma non troppo (Erwachen heiterer Gefühle bei der Ankunft auf dem Lande)
Andante molto mosso (Szene am Bach)
Allegro (Lustiges Zusammensein der Landleute)
Allegro (Gewitter und Sturm)
Allegretto (Hirtengesang – Frohe und dankbare Gefühle nach dem Sturm)

Solistin: Lisa Wellisch, Klavier
Leitung: Uwe Reinhardt

Ostermorgen in einem sizilianischen Dorf. Der Platz vor der Kirche ist für einige Minuten leer. Das Intermezzo Sinfonico des Orchesters symbolisiert den Festtagsfrieden der frommen Kirchgänger und kündigt doch zugleich auf unnachahmliche Weise die Katastrophe an.
Cavalleria rusticana erzählt die uralte Geschichte von Liebe, verletzter Ehre, Betrug, unerwiderten Gefühlen, Neid, Hass und Missgunst. Die Liebe zwischen Santuzza und Turiddu verwandelt sich durch Missverständnisse und Intrigen in leidenschaftlichen Hass. Turiddu, der inzwischen nur noch Augen für Lola, die Frau von Alfio hat, wird von Santuzza deshalb am Tag der Heiligen Messe zur Rede gestellt. Turiddu ignoriert dies und eilt Lola in die Kirche nach.
Das Intermezzo steht zwischen dieser Konfrontation und den nachfolgenden Ereignissen in einem Wirtshaus, in der Alfio und Turiddu aufeinanderstoßen und sich zum Schluss duellieren, wobei Turiddu dem Kontrahenten unterlegen ist und stirbt.
Pietro Mascagni nahm 1889 mit Cavalleria rusticana an einem Einakter-Opernwettbewerb des italienischen Musikverlegers Sonzogno teil. Die Oper erhielt den ersten Preis und wurde bei ihrer Uraufführung im Jahr darauf einer der größten Erfolge der Musikgeschichte. Sie machte ihren Komponisten über Nacht reich und berühmt und zum Star der italienischen Opernszene, blieb jedoch für das große Publikum und die Nachwelt der unerreichte Geniestreich eines jungen Mannes, der an diesen Erfolg nie wieder anknüpfen konnte.

Die ersten Skizzen zu einem Klavierkonzert in a-Moll, des einzigen erhaltenen Orchesterwerks von Clara Wieck, stammen aus dem Jahre 1833, als sie vierzehn war und sich in Robert Schumann verliebte, der seit 1830 im Hause Wieck lebte und studierte. Ihr Vater, ein berühmter Klavierpädagoge, schreibt in jenen Tagen an seine Frau:

Clara ist jetzt sehr oft so unbesonnen, herrisch, voller unvernünftigem Widerspruch, nachlässig, im höchsten Grade unfolgsam, grob, eckig, ungeschliffen, ungeheuer faul, eigensinnig eitel auf Lumpen (an andere Eitelkeit ist gar nicht mehr zu denken, denn sie hat nicht das geringste Interesse mehr für die Kunst, und Zeit zum Studieren gar nicht, da sie erst um 9 Uhr aufsteht, halb 11 Uhr fertig ist, dann Besuche kommen, Mittag zu Tische gebeten ist und nachmittags aufs höchste unglücklich ist, wenn sie spielen soll, weil sie dann nur an das Theater denkt und an die Herren) kurz, was aus ihr werden soll, weiß Gott – zu Hause bleiben kann sie auch nicht. Den letzten Rest meines Lebens ärgere ich mich ab, und selten kann ich mich über sie freuen – ohne Betrübnis. Es vergeht kein Tag, wo sie mich nicht durch obige Eigenschaften kränkt. Wenn ich nicht wäre, würde sie kein einziges Stück vollendet spielen – denn sie ist so zerstreut, dass sie in der Regel nicht weiß, ob sie spielt, und der Eigensinn dabei verzerrt ihr Gesicht.

Vater Wieck bestrafte solchen Ungehorsam seiner bildhübschen und temperamentvollen Tochter beispielsweise damit, dass er ihr die Noten von schönen Stücken entzog, so dass sie „minderwertiges Zeug“ üben musste. Da lag es nahe, dass Clara, die schon als Teenager eine weltberühmte Pianistin war, sich selbst im Komponieren versuchte. Ihr Freund Robert kümmerte sich um die Orchestrierung. Heraus kam eine aparte Mischung aus Wieck, Schumann und Liszt, die zu Unrecht sehr selten auf Konzertprogrammen steht. Die Uraufführung des Werkes fand im November 1835 im Leipziger Gewandhaus unter der Leitung von Felix Mendelssohn mit Clara als Solistin statt.

Beethovens 6. Sinfonie entstand parallel zur Schicksalssinfonie, der Fünften, und beide wurden im gleichen Konzert, einer Musikalischen Akademie am 22. Dezember 1808 in Wien, uraufgeführt. Der Komponist selbst gab ihr den Titel Sinfonia pastorale und vollzog in ihr die Synthese zwischen programmatischer Naturschilderung und klassischer Sinfonie auf geradezu ideale Weise. Die deutschen Satzüberschriften sollen nach Beethovens Vorstellung nicht pedantisch ausgedeutet werden, sondern als Empfindung verstanden sein. In der gesamten Sinfonie ist die Freude an den Naturschönheiten ungetrübt. Hinzu kommt die Verwendung kroatischer Volksweisen und Tanzrhythmen, die vom zögernden Beginn bis zum stampfenden Jubel und kraftvollen Ländlertanz der ganzen Dorfgemeinschaft gesteigert werden. Humorvoll parodiert Beethoven das Spiel armer, übermüdeter Dorfmusikanten, wie er es so oft selbst erlebte. Der Oboist verpasst den Einsatz und kommt mit seiner dadurch synkopierten Melodiestimme zu spät. Auch der Fagottist hat verschlafen und bläst erst nach langer Pause und in großen Abständen seine einfachen Basstöne. Aber solche Unfertigkeiten erhöhen nur den Spaß, zumal am Ende doch alles klappt. Besonders eindrucksvoll gestaltet sich das plötzlich aufkommende Unwetter, die hastig schutzsuchende Menge und das Losbrechen der Elemente mit Sturm, Blitz und Donner. Mit genial einfachen Mitteln und höchster Meisterschaft der Instrumentation schildert Beethoven das Wüten der Naturkräfte. Dann verflüchtigt sich, so plötzlich wie es kam, das Sommergewitter. Noch ein ferner Blitz und verhaltenes Grollen in Pauken und Bässen. Der Reinigungsprozess der Natur ist abgeschlossen. Das hastige Eingangsthema erklingt nun abgewandelt in hohen Noten als beruhigende choralartige Melodie. Ein emporsteigender Lauf der Flöte leitet zum abschließenden fünften Satz über, dem Hirtengesang. Die Solo-Klarinette stimmt die schlichte schalmeienartige Hirtenweise an, das Horn nimmt sie auf und die Violinen bringen das Thema zur vollen Entfaltung. Mit dieser einfachen Melodie im Volkston entwickelt Beethoven seine große Kunst des Abwandelns und Variierens, um einen breit dahinströmenden, von frohen und dankbaren Gefühlen erfüllten Hymnus auf die Herrlichkeit der Natur zu singen.

Lisa Wellisch
Die junge Bayreuther Pianistin debütierte nach dem Abitur als Solistin mit Mozarts „Jeunehomme-Konzert“ zum Auftakt des deutschen Mozart-Fests 2008. Seither gab sie zahlreiche Solo-/Lied-und Kammermusik-Abende in vielen Städten Deutschlands (u.a. Stadthalle Bayreuth, Orangerie Darmstadt, Villa Musica Mainz), in Österreich, Italien, dem Oman und der Schweiz. Neben dem Besuch des musischen Gymnasiums studierte Lisa Wellisch zunächst Klavier als Jungstudentin in der Klasse von Prof. Michael Wessel an der Bayreuther Hochschule f. ev. Kirchenmusik. Von 2006 – 2013 studierte sie an der Musikhochschule Stuttgart Schulmusik und Klavier als künstlerisches Hauptfach (Klasse Prof. Hans-Peter Stenzl) mit Schwerpunkt Lied/Kammermusik. 2013-2015 absolvierte sie ihr Masterstudium Klavier Solo bei Prof. Gilead Mishory an der Freiburger Musikhochschule (Unterricht in Liedgestaltung erhielt sie parallel bei Prof. Matthias Alteheld). Im Frühjahr 2015 wurde sie mit der Sopranistin Maja Lange in die Liedklasse von Hartmut Höll und Mitsuko Shirai an der Musikhochschule Karlsruhe aufgenommen.
Sie ist Stipendiatin der Yehudi Menuhin Stiftung „Live Music Now“, dem Richard-Wagner-Verband (2012) und der Villa Musica Rheinland-Pfalz 2011. Anlässlich des Liszt-Jahres 2011 und des Wagner-Jahres 2013 spielte sie mehrere Konzerte mit eigenen Einführungsvorträgen bei Steingraeber & Söhne Bayreuth auf dem dortigen „Liszt-Flügel“. Zu ihren Lied-Partnern gehören u.a. die ukrainische Sopranistin Olena Tokar (1. ARD-Preisträgerin 2012), die Sopranistin Maja Lange, und die Sopranistin Jihyun Cecilia Lee.

Uwe Reinhardt
leitet den Orchesterverein Öhringen seit 2010. Prof. Dr. med. Dr. phil. U. Reinhardt ist Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Klinik für Innere Medizin des Hohenloher Krankenhauses mit den Spezialgebieten Hämatologie, Onkologie und Gastroenterologie. Parallel zum Medizinstudium studierte er an der Dresdner Musikhochschule Orchesterdirigieren und Klavier und ist seit seinem Staatsexamen und künstlerischem Diplom als Orchesterleiter, Gastdirigent, Pianist und Komponist vielfältig musikalisch aktiv. Die intensive Beschäftigung mit berufsbedingten Erkrankungen von Musikern führte ihn zur Gründung eines Instituts für Musikmedizin an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden. Seit 2012 unterrichtet er als Gastprofessor an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart.

Neue Mitspieler herzlich willkommen!

Spielen Sie ein Streichinstrument (Violine, Viola, Violoncello oder Kontrabass) und haben Lust, regelmäßig in einem Orchester mitzuspielen, um sich auf anspruchsvolle Konzerte vorzubereiten? Dann trauen Sie sich, mit uns Kontakt aufzunehmen. Besuchen Sie unverbindlich unsere Probe dienstags von 19:30 Uhr bis 21:30 Uhr in der Aula des Hohenlohe-Gymnasiums in Öhringen, Weygangstraße 13-15. Oder setzen Sie sich mit unserer Vorsitzenden, Frau Gisela Haellmigk (Tel. 07131 178161) in Verbindung. Sie können uns auch eine Email schreiben: info@orchesterverein-oehringen.de.

Sinfoniekonzert am 25. April 2015 19:00 Uhr in der Kultura Öhringen

 

Plakat Frühling 2015 quer A4

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Pietro Mascagni: Intermezzo Sinfonico aus Cavalleria Rusticana

 

Clara Schumann: Konzert für Klavier und Orchester a-Moll op. 7

Allegro maestoso

Romanze – Adagio

Finale – Allegro non troppo

 

Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 6 F-Dur op. 68 „Pastorale“

„Erwachen heiterer Empfindungen bei der Ankunft auf dem Lande.“ (Allegro ma non troppo)

„Szene am Bach.“ (Andante molto moto)

„Lustiges Zusammensein der Landleute.“ (Allegro)

„Gewitter. Sturm.“ (Allegro)

„Hirtengesang. Frohe und dankbare Gefühle nach dem Sturm.“ (Allegretto)

 

 

Solistin: Lisa Wellisch (Bayreuth) http://www.lisawellisch.de/

FotoWellisch

 
Die Bayreuther Pianistin Lisa Wellisch debütierte nach dem Abitur als Solistin mit Mozarts „Jeunehomme-Konzert“ zum Auftakt des deutschen Mozart-Fests 2008. Seither gab sie zahlreiche Solo-/Lied-und Kammermusik-Abende in weiten Teilen Deutschlands (u.a. Stadthalle Bayreuth, Orangerie Darmstadt, Villa Musica Mainz), in Österreich, Italien, dem Oman und der Schweiz.
Neben dem Besuch des musischen Gymnasiums studierte Lisa Wellisch zunächst Klavier als Jungstudentin in der Klasse von Prof. Michael Wessel an der Bayreuther Hochschule f. ev. Kirchenmusik. Von 2006 – 2013 studierte sie an der Musikhochschule Stuttgart Schulmusik und Klavier als künstlerisches Hauptfach (Klasse Prof. Hans-Peter Stenzl) mit Schwerpunkt Lied/Kammermusik. 2013-2015 absolvierte sie ihr Masterstudium Klavier solo bei Prof. Gilead Mishory an der Musikhochschule Freiburg (Unterricht in Liedgestaltung erhielt sie parallel bei Prof. Matthias Alteheld). Im Frühjahr 2015 wurde sie mit der Sopranistin Maja Lange in die Liedklasse von Hartmut Höll und Mitsuko Shirai an der Musikhochschule Karlsruhe aufgenommen.
Lisa Wellisch nahm an Klavier-Meisterkursen u.a. bei Boris Bloch, Hans-Peter und Volker Stenzl, Alfredo Perl, Konrad Elser, Daniel Herscovitch und Andrzej Jasinski teil. Liedmeisterkurse besuchte sie u.a. bei Irwin Gage, Ruth Ziesak, Rudolf Piernay und Kai Wessel.
Sie ist Stipendiatin der Yehudi Menuhin Stiftung „Live Music Now“ und dem Richard-Wagner-Verband (2012). Anlässlich des Liszt-Jahres 2011 und des Wagner-Jahres 2013 spielte sie mehrere Konzerte mit eigenen Einführungsvorträgen bei Steingraeber & Söhne Bayreuth auf dem dortigen „Liszt-Flügel“. Zu ihren Lied-Partnern gehören u.a. die ukrainische Sopranistin Olena Tokar (1. ARD-Preisträgerin 2012), die Sopranistin Maja Lange und die Sopranistin Jihyun Cecilia Lee.

 

Leitung: Uwe Reinhardt

 

Eintrittskarten im Vorverkauf bei der Hohenloher Zeitung in Öhringen und im Mobiz im Bahnhof Öhringen

und an der Abendkasse

• Erwachsene   15,00 €
• Schüler, Studenten, Auszubildende (ab 15 Jahre)     12,00 €
• Behinderte ab 50% mit Ausweis   12,00 €

 

Bilder: Anspielprobe zum Konzert am 18. Oktober 2014

Bericht in der Hohenloher Zeitung vom 20. Oktober 2014

Britischer Punk, französischer Esprit

öhringen  Orchesterverein glänzt in der Kultura mit Solist Sven Bauer

Von Frank Lutz

Britischer Punk, französischer Esprit
Mit seinem leidenschaftlichen Spiel verzauberte Solist Sven Bauer sein Publikum.          Foto: Frank Lutz

Begeisterter Applaus ist bei den Konzerten des Öhringer Orchestervereins in der Kultura keine Seltenheit. Doch dass am Samstag die ersten „Bravo“-Rufe schon vor den letzten Akkorden ertönen und dass wenig später in der Kultura eine Fußballstadion-Atmosphäre herrscht, bei der die Besucher jubeln, minutenlang Beifall klatschen und mit den Füßen stampfen, ist dann doch etwas Besonderes. Die Ovationen der rund 340 Zuhörer in der nicht ganz ausverkauften Kultura gelten vor allem dem jungen Pianisten Sven Bauer: Bei Sergej Rachmaninoffs Klavierkonzert Nr. 2 c-moll zeigt der gebürtige Schwäbisch Haller im Wechselspiel mit dem von Prof. Dr. Uwe Reinhardt dirigierten Orchester eine beeindruckende Leistung und glänzt dann noch mit zwei Zugaben.

Im ersten Teil des Konzerts bilden britischer Prunk und französischer Esprit einen scharfen Kontrast zur russischen Melancholie des Rachmaninoff-Werks: Mit Edward Elgars glanzvollem Pomp-and-Circumstance-Marsch Nr. 1 startet das Orchester souverän in den Abend. Anschließend geben die Musiker den frischen, leichten und lebendigen Charakter von George Bizets Sinfonie No. 1 C-Dur angemessen wieder. Und so gibt es bereits zum Ende der ersten Konzerthälfte einen ausgedehnten Applaus.

Aufwühlend Das nach der Pause folgende Konzert des russischen Komponisten ist keine leichte Kost, besonders nicht für sensible Gemüter: Mit seiner melancholischen Grundstimmung scheint es die kalte und dunkle Jahreszeit vorwegzunehmen. Schwere Klavierakkorde leiten den ersten Satz ein. Zu Bauers aufwühlenden Arpeggien erklingt eine düstere Streichermelodie. Eine kurze dramatische Steigerung leitet über in das zweite Thema, bei dem Bauer beweist, dass er auch die lyrischen Töne beherrscht. Vom Solisten scheinbar mühelos vorgetragene Arpeggien treffen im weiteren Verlauf des Satzes auf dramatische Akkorde, eine gewaltige Steigerung wird von einer tanzartigen Passage abgelöst.

Kontrastreich Nach dem abrupten, fast brutalen Ende des Satzes entführt das „Adagio sostenuto“ in eine ganz andere Welt: Das zarte Thema, das Flöte und Klarinette zunächst zu Bauers wellenartiger Begleitung vorstellen und das der Pianist später aufgreift, wirkt nach den Stürmen des ersten Satzes ungemein tröstlich. Leidenschaftlich geht Bauer mit dem ganzen Körper mit, scheint sich in jeden Ton hineinzufühlen. Doch es bleibt nicht bei der idyllischen Stimmung: Abermals erklingen dramatische Töne, bevor die vielleicht beeindruckendsten Momente des Abends folgen: In einer kurzen Kadenz spielt Bauer virtuos auf der gesamten Klaviatur seiner Ausdrucksmöglichkeiten, steigert sich in eine fast rasende Verzweiflung hinein, hält inne, schlägt unvermittelt zarte Töne an und verliert sich schließlich in einem ausgedehnten Triller, an dessen Ende die erlösende Rückkehr zum träumerischen Hauptthema steht. Aus allen Träumen reißt dann das bewegte Finale, in dessen Verlauf sich die Stimmung zunehmend aufhellt. Wieder glänzt Bauer mit ausgedehnten rasanten Läufen. Dazwischen wechseln sich rhythmusgeprägte Abschnitte, eine kurze fugenartige Passage und ein Thema mit jazzigen Anklängen ab. Zwischendurch lassen die Schlaginstrumente, begleitet vom Streicher-Pizzicato im Hintergrund einen Marsch vorbeiziehen. Dann schwillt der prachtvolle Klang des Orchesters immer weiter an, entlädt sich in strahlenden Schlussakkorden und macht dem Jubel des Publikums Platz.

 

Original: https://www.stimme.de/hohenlohe/nachrichten/hloer/sonstige-Britischer-Punk-franzoesischer-Esprit;art87694,3214790

 

CD vom Sinfoniekonzert am 01. März 2014

Das AarTonStudio Ewald Schumacher aus Öhringen hat vom Sinfoniekonzert am 01. März 2014  in der Kultura eine CD produziert. Sie ist über die aktiven Mitglieder des Orchestervereins zum Preis von 10,– € erhältlich.  Anfragen über info@orchesterverein-oehringen.de.

Auf dem Programm standen:

  • Ouvertüre zur Oper „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck (1854-1921)
  • Trompetenkonzert  E-Dur (Concerto a Tromba principale 1803) von Johann Nepomuk Hummel (1778-1837)   Solist: Rozmurat Arnakuliyev

  • Sinfonie Nr. 5  c-Moll op.67 von Ludwig van Beethoven (1770-1827)

Leitung: Uwe Reinhardt

Sinfoniekonzert am 18. Oktober 2014 19:00 Uhr in der Kultura Öhringen

Programm:

Edward Elgar (1857-1934)

Pomp and Circumstance (Military Marches) Nr. 1 (Op. 39)

 

Georges Bizet (1838 -1875)

Sinfonie No. 1 C-Dur

1. Allegro vivo  2. Adagio  3. Allegro vivo  4. Allegro vivace 

 

Sergei Rachmaninoff (1873 -1943)

Klavierkonzert Nr. 2 (Op. 18) c-moll

1. Moderato  2. Adagio sostenuto  3. Allegro scherzando

 

Solist: Sven Bauer (Schwäbisch Hall)

Leitung: Uwe Reinhardt

 

Eintrittskarten im Vorverkauf bei Hohenloher Zeitung (Tel. 07941-91610), bei Mobiz im Bahnhof (07941-33133) und an der Abendkasse.
Erwachsene 15€, ermäßigt 12€, Kinder bis 14 Jahre frei.

 Zum Solisten:

Sven Bauer (3) Sept. 2014

Sven Bauer

„Bei der ungarischen Rhapsodie Nr. 12 in cis-Moll von Franz Liszt verschmolzen Musiker und Musik, der Pianist spielte nicht auf dem Flügel, sondern mit ihm – ausdrucksstark, lebendig, meisterhaft.“ Südwest Presse

„[…] seine Souveränität, seine Virtuosität und seine Musikalität […] absolut außergewöhnlich.“
Haller Tagblatt

Der Pianist Sven Bauer, der gegenwärtig in der renommierten Klavierklasse von Prof. Lev Natochenny an der Musikhochschule Frankfurt studiert, wurde 1989 in Schwäbisch Hall geboren und erhielt dort als Siebenjähriger seinen ersten Klavierunterricht. Seit seinem neunten Lebensjahr nimmt Sven Bauer an Wettbewerben teil und wurde vielfach Preisträger u. a. bei „Jugend Musiziert“ auf Bundesebene. Des Weiteren erhielt er ein Stipendium der Internationalen Klavierakademie Murrhardt, gewann den Grand Prix des International Competition Festival „Music without limits“ in Druskininkai, Litauen und den ersten Preis des Concours International de Piano in Montrond les Bains, Frankreich. Zu seinen jüngsten Erfolgen zählen u. a. erste Preise des Internationalen Klassikpreises der Stadt Sulzbach/Saar (Dr. Richard Bellon Wettbewerb), des Alexandre Scriabine Concours International de Piano in Paris und des Concorso Pianistico Internazionale „Città di San Donà di Piave“.

Auch als Kammermusiker ist Sven Bauer aktiv: 2010 gewann er den Kammermusikwettbewerb der Polytechnischen Gesellschaft e.V. sowie den Bad Homburger Förderpreis für Kammermusik. Im darauf folgenden Jahr debütierte er im Rahmen der Sendung „Hörprobe“ auf Deutschlandradio Kultur. Als Kammermusikpartner spielt Sven Bauer u. a. mit Jouko Harjanne, Allen Vizzutti, Enrique Crespo, Fabrice Millischer und Joseph Alessi.

Wichtige musikalische Impulse erhält der junge Pianist durch Meisterkurse und Begegnungen mit Künstlerpersönlichkeiten wie Lev Natochenny, Igor Lazko, Andrzej Jasinski, Oxana Yablonskaya, Karl-Heinz Kämmerling und Jacques Rouvier.

Im Herbst 2005 wurde Sven Bauer Jungstudent an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main, seit März 2009 ist er Student bei Prof. Lev Natochenny.

Zum Programm:

Edward Elgar gilt neben Henry Purcell und Benjamin Britten als einer der bedeutendsten britischen Komponisten. Sein Vater war Musikalienhändler und Organist in Worcester, so dass der 1857 geborene Elgar früh mit Musik in Kontakt kam. Erste Kompositionen entstanden bereits im Alter von 12 Jahren. Doch der Durchbruch gelingt ihm erst dreißig Jahre später mit den Enigma-Variationen (1899) und dem Oratorium Dream of Gerontius (1900). Schlagartig avanciert er zum bekanntesten britischen Komponisten seiner Zeit. 1904 wurde er geadelt. England feiert ihn noch heute als den großen Erneuerer des lange verschütteten Musikschaffens, dass durch ihn eine typische „nationale“ Klangfarbe erhielt.
Die Märsche Pomp and Circumstance entstanden zwischen 1901 und 1930. Sie verdanken ihre Popularität vor allem dem ersten Marsch in D-Dur, den sich Edward VII. für seine Krönungsfeierlichkeiten wünschte. Unterlegt mit den Worten Land of Hope and Glory wurde er fast so beliebt wie die offizielle Nationalhymne God Save the Queen und zur Regionalhymne Englands. Der Titel der Marschfolge stammt aus dem dritten Akt von Shakespeares Othello und steht für Pomp und Rüstung eines glorreichen Krieges:
Farewell the neighing steed, and the shrill trump,
The spirit-stirring drum, the ear-piercing fife,
The royal banner, and all quality,
Pride, pomp, and circumstance of glorious war!

Das Gesamtwerk Georges Bizets wird von Opern und Operetten dominiert. Sein ganzes künstlerisches Leben lang war er mit Bühnenprojekten beschäftigt. Die meisten von ihnen wurden jedoch entweder nicht vollendet oder waren nur mäßig erfolgreich. So kann man seine verschiedenen musikdramatischen Anläufe letztlich als Teile eines langen Prozesses der Vervollkommnung sehen, der schließlich in der Oper Carmen mündet, dem Meisterwerk par excellence. Aber auch diese fiel bei ihrer Uraufführung in Paris zunächst durch, erschien den Musikern und Sängern viel zu schwer und dem Publikum zu verworren. Erst mit der Aufführung in Wien 1875 trat sie ihren Siegeszug über die Bühnen der Welt an.
Bizet galt als Wunderkind. Er kam bereits mit neun Jahren mit einer Sondererlaubnis in die Klavierklasse des Pariser Konservatoriums und genoss von da an das Wohlwollen der eng verflochtenen Pariser Musikaristokratie. Einer seiner Lehrer war Gounod, mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verband. Vor allem in seiner Studienzeit schrieb Bizet eine Reihe von Instrumentalwerken. Die meisten von ihnen blieben allerdings unveröffentlicht, so auch die heute erklingende Symphonie in C-Dur. Bizet komponierte sie im Alter von siebzehn Jahren. Entdeckt wurde das Stück ein halbes Jahrhundert nach dem Tod seines Schöpfers durch den schottischen Musikwissenschaftler D. C. Parker. Seitdem hat die Sinfonie aufgrund ihrer vollendeten Struktur, ihres Charmes und der Frische der Inspiration erhebliche Bedeutung erlangt. Denn nicht nur Musiker sondern auch Tänzer fühlen sich von der klaren Rhythmik, der übersichtlichen Gliederung und dem leichten Tonfall dieses jugendlichen Geniestreiches angezogen, so dass mittlerweile mehrere bedeutende Choreographien zu dieser Musik entstanden.
Das optimistische Werk ist auf den traditionellen vier Sinfoniesätzen aufgebaut. Der erste Satz Allegro vivo wirkt lebhaft und jugendlich. Der zweite, ein träumerisches und melodisches Adagio, verrät mit seinen opernhaften Elementen bereits den zukünftigen Bizet. Dem folgt ein glänzendes Scherzo und mit einem lebensvollen und sprühenden Finale endet die Sinfonie.

Sergei Rachmaninoff gilt als einer der interessantesten Künstler der russischen Musikgeschichte. Geboren 1873 bei Nowgorod in wohlhabendem Hause, studierte er, inzwischen verarmt, in Petersburg und Moskau, begann darauf noch in Russland eine Weltkarriere und ging nach den Wirren der Oktoberrevolution ins Exil, lebte u.a. in Dresden, der Schweiz, in New York und Beverly Hills. Rachmaninoff war dem Klavier früh ergeben. Rühmte man an seinem Kommilitonen Skrjabin vor allem dessen durchgeistigten, sensiblen Anschlag, so bewunderte man an Rachmaninoff den kantablen Ton. Unter seinen Fingern begann der Flügel, so seine Zeitgenossen, zu singen. Als langjähriger Korrepetitor, Konzertbegleiter und gefeierter Dirigent hatte sich der Komponist sein musikalisches Handwerk und die Kunst der Kantilene sozusagen von der Pike auf erarbeiten können, das „Mitatmen“ mit dem Sänger erlernt und dann in der Aussetzung seiner weitgeschwungenen Melodiebögen mitreißend nachvollzogen. Die Oper stimulierte seinen Instinkt für dramatische Konflikte und Auseinandersetzungen sowie für epische Schilderungen und Weiträumigkeit. Hinzu kommt eine hohe intellektuelle Kultur des Künstlers. Sie macht den Klaviersatz zu einem Kunstwerk polyphoner Linien, die plötzlich auftauchen und ebenso plötzlich wieder verschwinden und lässt ihn mit phänomenalen Akkordballungen präzise die nötigen Kontraste einsetzen und ihre Wirkung entfalten.
Rachmaninoff widmete das zweite Klavierkonzert seinem Arzt und Psychiater Dr. Nikolai Dahl, der ihm mit wochenlangen Hypnosesitzungen aus einer tiefen Schaffenskrise geholfen hatte: „Du wirst dein Konzert schreiben … Du wirst mit großer Leichtigkeit arbeiten … Das Konzert wird von exzellenter Qualität sein …“ Diese in Trance beständig wiederholten Affirmationen des Doktors gingen in Erfüllung. Das zweite Klavierkonzert ist wohl das bekannteste der sinfonischen Werke Rachmaninows und hat seit seiner Uraufführung am 27. Oktober 1901 einen Siegeszug ohne gleichen durch die Konzertsäle der Welt angetreten. Unzählige Aufnahmen wurden produziert, seine melodische Eleganz und spätromantische Melancholie verschafften ihm Eingang in diverse Hollywoodfilme. Das Werk beginnt originell: mit gewaltig anschwellenden Glockenakkorden des Klaviers. In dieses erzene Rauschen strömt eine riesige, traurig-gesangvolle Melodie. Die von Tolstoi beschrieben Glocken in der Luft des alten Russlands und die unermesslich großzügigen Weiten sibirischer Landschaften – hier sind sie eingefangen. Im Charakter seiner berühmten Klavier-Elegien entwickelt sich der zweite Satz. „Wie gut er die Stille hört“ war der Kommentar Gorkis zum lyrischen Beginn, aus dem sich zwei mitreißende Höhepunkte jubelnden Gesanges ergeben, der zuletzt leise, wie in weiter Ferne verebbt. Im Finale schließlich steigert sich die reine Lyrik dann zu donnernd pointierter, mondäner Brillanz. Selbst Joachim Kaiser muss bekennen: „Begegnet man diesem Konzert als junger Mensch, verliebt oder in David Leans wunderschönen Film Brief Encounter, ist man ihm lebenslänglich verfallen.“

Zum Programm des Sinfoniekonzerts am 01. März 2014

Engelbert Humperdinck gehört als Opernkomponist zur direkten Nachfolge Richard Wagners. Als Gast der Villa Wahnfried war er ihm auch persönlich verbunden und als musikalischer Assistent an der Parsifal-Uraufführung 1882 beteiligt. Kompositorische  Selbständigkeit erreichte Humperdinck durch die Hinwendung zur Welt des Märchens und des deutschen Volksliedes, die die Wagner‘sche Orchester-Dramatik auflockerte. 1854 im rheinländischen Siegburg geboren, trat er schon während der Studienzeit in Köln und München als ein vielbeachtetes und preisgekröntes Kompositionstalent hervor. Zum Welterfolg aber wurde seine Oper Hänsel und Gretel, uraufgeführt in Weimar unter Richard Strauß am Tag vor dem Heiligen Abend 1895.

Seitdem  gibt es keine deutsche Opernbühne, die nicht dann und wann – hauptsächlich in der Adventszeit – eine Neuinszenierung auflegt und damit ihr junges wie auch älteres Publikum erfreut. Das Vorspiel enthält alle Themen der Oper. Es beginnt mit dem schlicht harmonisierten Abendsegen Abends, wenn ich schlafen geh, 14 Engel um mich stehn. Der lebhafte Mittelteil lässt  in anschaulicher Vertonung die wichtigen Motive des Märchens erkennen: die Kinder – bald zaghaft, bald munter –, die Hexe und den Wald mit seinem Knusperhäuschen. Nach einer fröhlichen, zunehmend ausgelasseneren Tanzweise kehrt die Musik schließlich zum ruhigen Zeitmaß und zur Thematik des Anfanges zurück, aufgefächert in die stimmungsvoll-differenzierte Instrumentation eines großen spätromantischen Orchesterklangs.

Zwischen Klassik und Romantik steht Johann Nepomuk Hummel 1778 – 1837, der als pianistisches Wunderkind noch Mozarts Schüler war.  Er wurde Haydns Nachfolger am Hofe der Fürsten Esterhazy in Eisenstatt, später Kapellmeister in Stuttgart und Weimar, behielt aber seine Tätigkeit als Klaviervirtuose stets bei. Viele seiner zahlreichen, früher hochgeschätzten Kompositionen sind verblasst. Sie bilden historisch gesehen die Brücke zwischen Mozarts und Chopins Klavierstil, eine Art Übergangsstadium zwischen klassischer Tradition und musikalischem Salon.

Das heute Abend erklingende Trompetenkonzert ist schon deshalb bedeutungsvoll, da es zu den ganz wenigen klassischen Konzerten für dieses Instrument überhaupt  gehört.

Nachdem die Trompete ihre Glanzzeit in der Epoche des Barocks schon hinter sich hatte, verschwand sie in der Klassik als Soloinstrument völlig und fristete ein Dasein als reines Orchesterinstrument. Und selbst im Orchester beschränkte sich ihre Funktion auf signalartige Einsätze und das Verstärken lauter Tuttistellen. Der Grund dafür war einerseits ihr beschränkter Tonumfang in den unteren Registern und zum anderen wohl ihre Funktion als Herrschaftssymbol barocker Fürstlichkeit, die im Zeitalter der Aufklärung nicht mehr aktuell war.

Ein wichtiger Anlass für die Entstehung der Komposition war die Erfindung der Klappentrompete durch den Wiener Trompeter Anton Weidinger (1766–1852): Mit ihr war es möglich, auch in tieferer Lage kleine Intervalle bis hin zu chromatischen Läufen zu spielen. Johann Nepomuk Hummel schöpft diese Möglichkeiten technisch voll aus und empfiehlt sich seinem neuen Dienstherrn in Eisenstatt zum Amtsantritt 1804 mit einem virtuosen Konzert, das in seiner Dreisätzigkeit, seinem Formenaufbau und seiner musikalisch-harmonischen Verarbeitung ganz in der Tradition Mozarts steht. Dem ausgedehnten, streng klassisch durchgeführten Hauptsatz mit seinem charakteristisch punktierten Kopfmotiv, folgt ein romantisches Andante bevor das Werk spritzig und ohne viele Umschweife zum furiosen Schluss kommt.

Beethovens Musik bewegt die Hebel des Schauers, der Furcht, des Entsetzens,  des Schmerzes und erweckt jene unendliche Sehnsucht, die das Wesen der Romantik ist. Lebhafter ist dies nie zu fühlen, als bei jener Sinfonie, die den Hörer unwiderstehlich fortreißt in das wundervolle Geisterreich des Unendlichen  (E.T.A.  Hoffmann nach der Uraufführung im Dezember 1808 in Wien)

 Die Größe von Beethovens  5. Sinfonie  wurde von den Zeitgenossen sofort begriffen. Niemals zuvor in der Musikgeschichte war  Vergleichbares gestaltet und gehört worden.

Innerhalb seiner Sinfonien ragt das Stück neben der heroischen Dritten und der himmelsstürmenden Neunten als eine der fundamentalsten empor. Keine scheint so aus einem Guss  geschaffen. Bis ins äußerste konzentriert, ist sie zugleich mächtig ausgebreitet, von höchster Ideenstärke birgt sie unerhörte emotionale Aktivitäten und Energien in sich. Das berühmte Kernmotiv ist Beethovens gewaltigstes Tonsymbol und wohl das berühmteste der Musikgeschichte überhaupt. Doch ist es hier nur Ausgangspunkt einer weiterspinnenden Gedankenarbeit, die den ganzen ersten Satz, ja letztlich alle Sätze  durchdringt.

Dem formalen Aufbau des Werkes kann man mit herkömmlichen Maßstäben nicht mehr beikommen: Die tradierte sinfonische Grundform ist zwar noch erkennbar, scheint aber überall expansiv gesteigert. Im einzelnen wird das Schema unbedenklich der inneren Entwicklung geopfert. Und diese überspannt nun alle vier Sätze und gipfelt erst im Finale, das sich rein äußerlich schon in der verstärkten Instrumentalbesetzung als eigentlicher Höhepunkt erweist. Die Verlagerung des Schwerpunkts vom ersten auf den letzten Satz geschieht in der Musikgeschichte zum ersten Mal und macht Beethoven zum Architekten jenes berühmten kompositorischen Modells der »Final-Sinfonie«, das bis ins 20. Jahrhundert hinein nahezu uneingeschränkt Gültigkeit besitzen sollte.

Zur großen Popularität der Fünften hat letztlich auch der von Beethovens Adlatus Schindler überlieferte, gleichwohl nicht zweifelsfrei belegte Ausspruch »So klopft das Schicksal an die Pforte« beigetragen. Er führte zu der griffigen Bezeichnung »Schicksals-Sinfonie«, obgleich bis heute niemand so recht weiß, von welchem und von wessen »Schicksal« hier die Rede ist. Mit dem »Pochen« war jenes Unisono-Motto gemeint, mit dem die Sinfonie so herrisch beginnt und das den gesamten ersten Satz wie mit einem eisernen Griff umklammert. Die Vorstellung, hinter dem »Schicksal« verberge sich vor allem Beethovens tragisches Hörleiden, gegen das er sich in der Sinfonie musikalisch auflehne, greift dabei allerdings ebenso zu kurz wie die Auffassung, dass es sich um rein musikalische Dinge handele: um die thematische Einheit und den für alle Sätze gültigen, mehrfach abgewandelten Grundrhythmus, der sich aus dem berühmten Anfangsmotto ergibt.
Was als scheinbar selbstauferlegte kompositorische »Spielregel« Beethovens wirkt, dient in Wirklichkeit einer kompositorischen »Idee,  der umfassenderen Botschaft der gesellschaftlichen Emanzipation,  mit der Beethoven einmal mehr das in die Tat umsetzte, was er von der Musik als geistiger Wirklichkeit verlangte: mehr zu sein als alle Weisheit und Philosophie. Erweist sich im ersten Satz dabei noch alle Auflehnung gegen das »Schicksal« als vergeblich, wird sie im utopischen Jubel des Finales zur Gewissheit. Nicht von ungefähr scheint dessen triumphales C-Dur-Thema den berühmten Kampfgesängen der Französischen Revolution verwandt, die dem in Bonn gebürtigen Beethoven von seiner Jugendzeit her vertraut waren. Dass der »musikalische« Sieg am Ende auch ein »politisch« gemeinter über Napoleon ist (A. Maul), verraten schließlich die vielen innermusikalisch auftauchenden militärischen Anklänge bis hin zu den Siegesfanfaren am Schluss der Sinfonie.

Präsentation „10 Jahre Orchesterverein Öhringen“ (2003 – 2013)

Anlässlich der Verabschiedung von Marie Schreiber und Franz Schmidt als aktive Mitglieder des Orchesters zeigte der 2. Vorsitzende Joachim Stier am 16. Dezember 2013 eine PowerPoint-Präsentation über die letzten zehn Jahre des Orchestervereins. Diese Präsentation ist ist als Dropbox-Datei hinterlegt und ist unter folgendem Link zu finden:

https://www.dropbox.com/s/piq4faxt7h1hn3a/10%20Jahre.pptx1.pptx